Umgestaltung des Naschmarkt-Parkplatzes

Der Naschmarkt-Parkplatz im 6. Wiener Gemeindebezirk soll umgestaltet werden. Auf der circa 12.000m² großen Fläche wird aktuell die Errichtung einer „Markthalle“ geplant. Diese soll zu einer Verbesserung des Stadtklimas beitragen und den Naschmarkt stärken. 

Wir, die Initiative Freier Naschmarkt, begrüßen den Wunsch einer Umgestaltung des Naschmarkt-Parkplatzes und sehen die Ziele, das soziale und ökonomische Netz am Naschmarkt zu stärken, das Stadtklima zu verbessern und die Lebensqualität der WienerInnen zu erhöhen als zentral an. Wir denken jedoch nicht, dass diese Ziele durch eine “Markthalle” erreicht werden können und lehnen diese daher ab. Wir denken, dass das soziale und ökonomische Netz am Naschmarkt auf andere Weise besser gestärkt werden kann und dass es zeitgemäßere Lösungen gibt diese große Fläche attraktiv zu gestalten und effektiv zu kühlen.

Im Rahmen unserer BürgerInneninitiative Freier Naschmarkt vernetzen wir uns mit AnrainerInnen, WienerInnen sowie ExpertInnen und fragen diese ob eine Umgestaltung gewollt und notwendig ist, wie sie zu einer “Markthalle” stehen und welche alternativen Formen einer Transformation erwünscht wären.

Die Dringlichkeit dieser Thematik ist groß, denn die umliegenden, sehr dicht verbauten Bezirke Wieden, Margareten und Mariahilf gehören aktuell zu den Bezirken mit dem geringsten Grünflächenanteil in Wien. Eine Umgestaltung dieser großen Fläche auf dem Stadt des heutigen Wissens und heutiger Planung könnte die Lebensqualität der WienerInnen um Welten verbessern.

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Neueste Interviews:

Sabine Plenk, Dipl.-Ing.in Dr.in nat. techn, Landschaftsplanerin und Gärtnerin, Wien

“Das stark verbaute Wiental wäre ein spannender Ort für ganz innovatives Denken im Einsatz von Pflanzen – ein Wiener Boulevard für neue grüne Mode – ganz subtil, ohne den Freiraum zu beschränken zur Unterstützung des dynamischen städtischen Lebensalltags in unserer besonderen Zeit!”

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Tatjana Boczy, BA MA, Soziologin, Wien

“Ich glaube, dass die Lösung weder ein eindimensionales Bottom-Up noch ein klassisches Top-Down Vorgehen ist, sondern eine kluge Mischung aus beidem.”

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Jürgen Furchtlehner, Dipl.-Ing., Landschaftsarchitekt, Wien

“Die Defizite des Ortes sind bekannt: Fehlende Grünraumversorgung, hoher Versiegelungsgrad und entsprechende Hitzeentwicklung. Darauf sollte bei einer Umgestaltung bestmöglich reagiert werden. Eine Markthalle wird diese Probleme kaum entschärfen.”

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